Faschierter Braten in Wurzelrahmsauce

Dieses Rezeptvideo ist eigentlich ein Nachruf auf unsere geliebte Mama und Oma Brigitte Langoth, die im Dezember 2016 im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Sie war eine hinreissende Köchin, ohne sie gäbe es die Kochgenossen heute nicht.

Wir haben dieses Video am Tag nach ihrem Tod gedreht, als unsere Art von Trauerarbeit, und weil dadurch Etwas von ihr weiterleben kann. Und wir garantieren: wenn man diesen Faschierten Braten einmal gegessen hat, dann mag man keinen anderen mehr.

Sarah, Laura & Michael Langoth

 

Zutaten für ca. 5 – 6 Portionen:

  • 1 kg Faschiertes (gemischt aus Rind und Schwein)
  • 6 Scheiben Toastbrot
  • 1 Ei
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Handvoll frischer Petersil
  • 60g Rauchspeck fein gehackt
  • 120 g roher Speck in dünnen Scheiben
  • etwas Milch
  • 2 EL Dijonsenf
  • 2 EL Majoran, getrocknet
  • etwas Muskatnuss
  • etwas Tomatenmark
  • 750 g Suppengrün (Karotte, gelbe Rübe, Lauch, Knollensellerie, Petersilwurzel)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 750 ml kräftige Rindsuppe
  • etwas Schweineschmalz (oder Butterschmalz)
  • 1 EL kleine Kapern, gehackt
  • 250 ml Sauerrahm
  • Salz
  • Pfeffer
  • Dijonsenf zum Abschmecken

Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln:

  • 1,5 kg mehlige Kartoffeln
  • ca 250 ml warme Milch
  • 125 g Butter (in der Milch geschmolzen)
  • etwas Muskatnuss
  • Röstzwiebeln als Topping
  • Salz

Salat von Roten Rüben mit Kren:

  • 1 kg rote Rüben, gekocht und blättrig geschnitten
  • 1/2 frische Krenwurzel
  • wenig Essig
  • wenig Öl (geschmacksneutral)
  • Salz & Pfeffer

Bei einem faschierten Braten ist es wichtig, dass die Konsistenz stimmt: nicht zu fest, aber auch nicht so locker, dass er zerfällt. Dafür ist die Zugabe von in Milch aufgeweichtem Weißbrot verantwortlich. Es sollte mit den Fingern zart zerdrückt werden, sodass keine großen Stücke mehr vorhanden sind, aber keinesfalls sollte es total zermantscht werden.

Auch die Dauer und Intensität beim Mischen und Kneten spielt eine Rolle: je länger und intensiver, desto fester wird der Braten. Also nicht lange kneten, nur gut durchmischen! Sollte das Fleisch jedoch aus einer Blisterpackung kommen, in der es maschinell in lockeren Wellen aufgelegt wurde, statt wie sonst in einer kompakten Masse, sollte man die rohe Mischung etwas intensiver bearbeiten, damit mehr Bindung entsteht.

Die klassische Beilage zu diesem Gericht ist Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln und ein Salat aus gekochten roten Rüben mit viel frisch gerissenem Kren.

Kommandosachen
Humbug & Mumpitz

Aus dem Archiv