Pulpo a la Gallega

Pulpo a la Gallega

Oktopus aus Galicien

Der „Galicische Oktopus“ ist ein absoluter Klassiker unter den spanischen tapas, jenen sympathisch unkomplizierten, kleinen Speisen, die man in Spanien praktisch überall und jederzeit bekommt. Tapas werden vor allem in kleinen Bars und Cafés ohne große Küche angeboten, weshalb ihre Zubereitung einfach und schnell gehen muss. Das wichtigste Gerät dabei ist die plancha, eine glatte, leistungsfähige Grillplatte, wie sie auch bei unseren Würstelständen verwendet wird. Zuhause geht’s natürlich auch in der Pfanne.

 

Zutaten für 4-6 Portionen:

  • ca. 700g tiefgefrorener Oktopus
  • ca. 700g festkochende Kartoffeln
  • Olivenöl
  • grobkörniges Meersalz
  • Paprikapulver (süß), am besten spanischen pimentón, den gibt’s auch leicht geräuchert

pulpo_gall

Zubereitung:

  • Oktopus auftauen lassen
  • Im Ganzen ohne Zugabe von Wasser oder Öl in einem Topf mit Deckel aufs Feuer stellen. Wer mag kann ein Lorbeerblatt, ein paar Pfefferkörner und ein Stückchen Zitrone dazugeben. Solange garen, bis sich das Fleisch beim Einstechen fest aber mürbe anfühlt.
  • Im Topf auskühlen lassen (Der gekochte Oktopus hält sich im Kühlschrank luftdicht verpackt einige Tage)
  • Kartoffel schälen und in gleich dicke Scheiben schneiden, in Salzwasser nicht ganz durchkochen, sodass sie innen ein bisschen fest bleiben.
  • Oktopus in mundgerechte Stücke schneiden und mit den Kartoffelscheiben in  Olivenöl scharf anbraten.
  • Oktopus und Kartoffeln aus der Pfanne nehmen,  Pimentón-Paprikapulver und noch etwas Olivenöl gemeinsam erwärmen. 
  • Auf Teller anrichten, mit groben Meersalz bestreuen und das Paprikaöl darüber träufeln.

Einkauf:

Das beste Ausgangsprodukt ist tiefgekühlter Oktopus, denn durch das Einfrieren ist die Zellstruktur schon etwas aufgebrochen. Damit wird er beim Garen mürbe. Fangfrische Exemplare müßen erst lange und heftig gegen einen Stein gedroschen werden, damit sich die Zellstruktur lockert. Ansonsten bleiben sie zäh und gummig. Bei uns bekommt man ohnehin keinen fangfrischen Oktopus und was beim Fischhändler auf Eis liegt ist immer aufgetaute Tiefkühlware – da ist es gleich klüger, das Tier in tiefgekühltem Zustand zu kaufen. Die besten und preiswertesten Einkaufsquellen sind meistens die Asialäden (in Wien unter anderen: Lili-MarktSino-Asia-SupermarktProsi)

Spanischer, geräucherter Pimenton ist bei uns nicht leicht zu finden, im Internet jedoch problemlos. Eine der besten Qualitäten heißt Pimentón de la Vera. Ein möglicher Ersatz ist unser „edelsüßes“ Paprikapulver, allerdings fehlt bei diesem die rauchige Note.  

Carpaccio vom Oktopus

Eigentlich ist der Name Carpaccio irreführend, denn der bezeichnet eigentlich etwas Rohes, das hauchdünn aufgeschnitten wird. Die richtigere Bezeichnung wäre „Sulz vom Kraken“ – doch das klingt nicht so elegant…

Mehr lesen
Kommandosachen
Humbug & Mumpitz

Aus dem Archiv