Das köstliche Kräutlein Estragon (Artemisia dracunculus) spielt vor allem in der Französischen Küche eine zentrale Rolle, ist hierzulande jedoch kaum gebräuchlich. Zwar ist in Österreich sogenannter Estragon-Senf weit verbreitet, jedoch fragt man sich, wie dieses Produkt zu seinem Namen kommt, denn das feine Anis-Aroma der Pflanze ist darin so gut wie gar nicht wahrnehmbar.
Vielleicht liegt es daran, dass die falsche Sorte verwendet wird, denn es gibt 2 Varietäten dieser Pflanze:
- Der sogenannte “Französische Estragon” hat das volle Aroma. Er ist infertil – das heißt, er kann nicht aus Samen gezogen werden, sondern nur über Ableger oder Wurzelteilung vermehrt werden.
- Der sogenannte “Russische Estragon” ist robuster und kann aus Samen gezogen werden, besitzt aber kaum mehr Aroma als gewöhnliche Grashalme, dementsprechend sinnlos ist seine Verwendung.
Vorsicht: wenn man Estragon als Topfpflanze kauft, handelt es sich meistens um die geschmacklose russische Variante. Selbst auf Wiener Märkten wurde uns diese minderwertige Ware schon angedreht – vermutlich nicht aus böser Absicht, sondern aus mangelnder Kenntnis.
Also beim Einkauf unbedingt kosten!
Wir kaufen den frischen Estragon am Wiener Hannovermarkt beim Kräuterstandler, der dort jeden Samstag seine Zeltplane aufbaut, und neben Obst und Gemüse ein sensationell breites Spektrum an frischen Kräutern anbietet. Und das zu einem mehr als fairen Preis!
Am besten kann man die Pflanze im eigenen Garten oder am Balkon anbauen, vorausgesetzt, man bekommt die richtigen Setzlinge.
Dieser Pesto ist universell einsetzbar und passt hervorragend zu gegrilltem Fleisch, Gemüse oder Fisch. Und ein Löffelchen davon in ein Salatdressing oder eine Soße gemischt, kann wahre aromatische Wunder bewirken!
Zutaten für ein Glas mit ca. 250 ml:
- 140 g frischer Estragon (= etwa 100 g abgezupfte Blätter)
- 70 g Walnusskerne
- 1 Bio-Limette
- 1 TL Estragonsenf (wenn möglich einen französischen)
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Zucker
- 1/2 TL Salz
Zubereitung:
- Estragonblätter von den Stängeln zupfen
- Limettenschale abreiben
- die Hälfte der Limette auspressen (bei einem kleinen Exemplar die ganze Limette)
- alle Zutaten mit 2 EL Olivenöl und einem Schluck Wasser in einen Mixer geben und so kurz wie möglich mixen (zu intensives Mixen schadet dem Aroma!)
- am Schluss mit Salz & Zucker abschmecken
- in ein Glas mit Schraubdeckel füllen und mit 2 EL Olivenöl bedecken (im Kühlschrank einige Tage haltbar)



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Der Unterschied zwischen den Estragon-Varietäten ist für ein Pesto offenbar entscheidend: Wenn das feine Anis-Aroma im Ergebnis fehlen soll, liegt die Wahl der Sorte als mögliche Erklärung nahe. Gerade weil Estragon in der französischen Küche so präsent ist, wirkt es sinnvoll, seinen Eigengeschmack nicht hinter zu vielen Zutaten verschwinden zu lassen. Eine sorgfältige Analyse der verwendeten Kräuter könnte das Rezept noch nachvollziehbarer machen.
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Ein einfacher online timer kann dabei helfen, Arbeitsphasen klar zu begrenzen, ohne dass daraus ein kompliziertes Planungssystem wird. Sinnvoll sind eine frei wählbare Dauer in Stunden, Minuten und Sekunden sowie Pausieren, Fortsetzen und Zurücksetzen. Ein Signal am Ende macht es leichter, sich währenddessen auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Gerade im Browser ist eine schlanke Lösung praktisch: öffnen, Zeit einstellen und loslegen, ob für Lernen, Kochen oder eine bewusste Pause.