Fuqi Feipian – Rindfleischsalat aus Sichuan

Dieser kalte Rindfleischsalat stammt aus Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan. Schon seit langem wird diese Speise bei unzähligen Strassenküchen angeboten, ursprünglich aus diversen Innereien und Schlachtabfällen zubereitet.

Ähnlich wie das österreichische Bruckfleisch war es billig und somit auch für ärmere Menschen, wie Rikschafahrer oder Studenten, leistbar. Auch heute noch wird das Fleisch häufig mit gekochten Kutteln, Zunge oder Herz kombiniert.

In den 1930er Jahren erlangte in Chengdu ein Ehepaar Berühmtheit: Guo Zhaohua und seine Frau Zhang Tianzheng erfanden eine Zubereitung, die anders war – besser als die Produkte der Konkurrenz. Ihr Geschäft boomte und noch heute ist die Speise nach den beiden benannt: Fuqi feipian bedeutet in etwa „Innereienstücke des Ehepaares“.

Die wichtigste Zutat dabei ist ein gutes, womöglich selbstgemachtes, Chiliöl. Und auch die prickelnde Wirkung des Sichuanpfeffers ist dabei unverzichtbar. Knackiger Stangensellerie und frisch geröstete Erdnüsse sorgen für einen wunderbaren haptischen Kontrast.

 

Zutaten für ca. 4–6 Portionen:

  • ca. 600 g gekochtes Rindfleisch (optional zusätzlich 300g gekochte Rindskutteln), in hauchdünne Scheiben geschnitten
  • 1 ganzer Stangensellerie ohne Blätter
  • 1 Handvoll frischer Koriander
  • ca. 2 Handvoll rohe Erdnusskerne
  • 1 EL Sichuanpfeffer (ganz)
  • ca. 4 EL Sichuan-Chiliöl (samt Bodensatz) > Chiliöl selbst zubereiten
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL 5-Chinesische-Gewürze-Pulver (Sternanis, Zimt, Nelke, Fenchel, Ingwer)
  • 1-2 TL Erdnussbutter (optional)
  • Sojasauce (light)
  • Salz

 

Zubereitung:

Fleisch quer zur Faser in möglichst dünne Scheiben schneiden. (Falls Kutteln verwendet werden: diese besonders dünn aufschneiden. Ebenfalls möglich sind gekochte Zunge und/oder Herz vom Rind).

Stangensellerie von den Blättern befreien und die Stangen längs 3 bis 4 mal teilen, sodass sehr dünne Streifen entstehen. Diese in mundgerechte Stücke schneiden (ca. 2-3 cm).

Erdnusskerne in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten und dann im Mörser in grobe Stücke brechen (nicht fein zermahlen, es dürfen ruhig große Stücke dabei sein).

Sichuanpfeffer im Mörser zermahlen.

Auf einer großen Platte die Selleriestücke auflegen, darauf das Fleisch verteilen.

Salzen, 5-Chinesische-Gewürze-Pulver und gemahlenen Sichuanpfeffer dazugeben, mit heller Sojasauce beträufeln. (2-3 EL)

Geröstete Erdnusskerne darüber steuen.

Ca. 4 EL Sichuan-Chiliöl (wenn möglich samt Bodensatz) mit 1 EL Sesamöl (geröstet) und (optional) 1-2 TL Erdnussbutter mischen und darüber leeren.

Abschmecken (Salz, Sojasauce, Chiliöl)

Grob gehackten, frischen Koriander dazugeben und alles vermischen.

Kommandosachen
Humbug & Mumpitz

Newsletter

Melde dich zum Newsletter an und erhalte regelmäßig neue Infos von den Kochgenossen.

Wir verwenden MailChimp für den Newsletterversand. Durch das Anmelden bestätigst du, dass die angegebenen Informationen an MailChimp zur Verarbeitung in Übereinstimmung mit deren Datenschutzrichtlinien und Bedingungen weitergegeben werden.

Aus dem Archiv

  • Palak Dal
    Ein Beispiel aus dem indischen Hülsenfrüchte-Universum – Straucherbsen mit frischem …
  • Gnocchi di patate (Kartoffelgnocchi)
    Die besten norditalienischen Gnocchi werden ohne Ei gemacht – das …
  • Raita – indische Joghurt-Dips
    Kühlendes Joghurt als Feuerlöscher: Die Herstellung von Raitas ist immer …
  • Sodoma / Tulln
    Große Kochkunst ohne Schnörkel und Dekor seit Jahrzehnten...
  • Chicken Biryani
    Goldener Safranreis mit Huhn, ein Speiseformat mit persischen Wurzeln, das …

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen