4 Comments

  1. Gerhard Tschipan

    Bravo!

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    • Nelly

      Nicht uneingeschränkt „bravo“:
      Gefüllte Teigtaschen (z.B. mit/gemischt mit Schweinefleich oder Garnelen) dürften, gefertigt
      unter Wohnungsbedingungen schon problematisch werden. Die Teigtaschen werden vorher oft nicht gekocht/ gedämpft/ fritiert, sondern roh (zumindest der Teig) in Säcklein eingeschweisst und tiefgefroren. In der Wohnung, notabene -wer kontrolliert es wie lange, bei welcher Temperatur und ob die Kühlung nicht unterbrochen wird. Sie wird aber, insofern immer wieder eine neue Ladung hinzu kommt. Die Hygiene des Kühlschrankes/ Tiefkühltruhe ist ebenfalls nicht irrelevant -Bakterien, auch pathogene, können sich auch bei rel. tiefen Temperaturen vermehren. Deshalb kann man Lebensmittel auch bei Kühlung nicht unbegrenzt lagern.
      Wenn so eine Teigtasche oder -Rolle dann endlich zum Zubereiten vor dem Kunden kommt, ist es nicht immer gewährleistet, dass auch das Innere (Fleisch, Fisch etc.) wirklich heiss wird.

      Und schmunzeln darf man auch noch: Wer ist hier dem Märchen der antibakteriellen Wirkung von Ingwer, Knoblauch, Zwiebel & Co aufgesessen? Noch nie „nicht ganz frisch“ riechende geschnittene Zwiebel (Zuckermenge!) an einem Stand gesehen/gerochen?
      Fazit für mich: Also ganz sooo hysterisch ist die Lebensmittelbehörde vielleicht doch nicht.

      Anders sieht es auch bei einer Teigtaschen-Bude aus, in der alles ganz frisch gefertigt plus stark erhitzt (auch die Füllung vorher) und nicht gelagert wird.

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      • michael langoth

        Es ist schon richtig, dass immer etwas passieren kann – aber nicht einmal die strengsten Kontrollen können das restlos verhindern. Trotz aller modernen Hygienevorschriften geht es seit Jahrtausenden vor Allem um Vertrauen. Das Vertrauen auf eine seit zig Jahrtausenden gewachsene Kochkultur. Hätten wir das nicht, könnten wir auch heute im Grunde gar nichts essen. Auch die strengste Überwachung kann niemals verhindern, dass jemand in die Suppe spuckt!

        Haben Sie Angst, wenn sie privat zum Essen eingeladen sind oder wenn die Oma eine Faschierten Braten macht? Im privaten Bereich wird gar nichts überwacht und trotzdem vertrauen wir darauf, dass wir nicht vergiftet werden. Das Marktamt hat übrigens bestätigt, dass alle in Wien beschlagnahmten Teigtascherl hygienisch einwandfrei waren.

        Und bitte genau lesen: wir haben nie behauptet, dass die Lebensmittelbehörden hysterisch seien, sondern, dass sie aus ihrer Sichtweise genau das richtige tun, und zwar mit Erfolg! Wir machen nur darauf aufmerksam, dass es auch andere Sichtweisen und Interessenlagen gibt. Und wir stellen die Frage, wo eine Grenze gezogen werden soll. Oder sollen wir jede Küche vom Marktamt per 24-Stunden-Videoüberwachung kontrollieren lassen, das würde sie Sicherheit zweifellos weiter erhöhen – irgendwann muss die Frage gestellt werden, was ist gerechtfertigt und was nicht, genau wie im Verkehr (ist flächendeckend Tempo 20 sinnvoll?)

        Übrigens wird bei chinesischen Teigtaschen die Füllung niemals vorher gegart, das würde die Speise ruinieren. Das ist so wie mit den österreichischen Bratwürsten, die fast alle vorgekocht sind. Im Vergleich zur italienischen Salsiccia, die ja prinzipiell roh verkauft wird, sind sie dementsprechend trocken und traurig! Als ob man ein Steak vor dem Braten durchkochen würde – aus Sicherheitsgründen!

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        • michael langoth

          hysterisch waren nicht die Behörden, sondern die Medienberichte, die von Mafia und illegaler Industrie gesprochen haben – dafür waren die Maßstäbe viel zu klein.

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